Spam-Fallen in Campaigns
Spam-Fallen sind eine versteckte Gefahr für die Zustellbarkeit von E-Mails und die Reputation des Absenders, sowohl für den Kunden als auch für uns.
In diesem Artikel erfahren Sie, was sie sind, warum sie für die Reputation des Absenders wichtig sind und welche Schritte Sie unternehmen müssen, um sie bei der Nutzung von Campaigns by Pipedrive zu vermeiden.
Was ist eine Spam-Falle?
Eine Spam-Falle ist eine E-Mail-Adresse, die speziell von E-Mail-Anbietern und Anti-Spam-Diensten eingesetzt wird, um fragwürdige Versandmethoden zu erkennen.
Diese Adressen sehen aus wie echte Adressen, sind aber nicht mit einer Person verbunden und verhalten sich nicht wie normale Empfänger. Sie öffnen keine E-Mails, klicken nicht auf Links und melden sich auch nicht bei Mailinglisten an oder ab.
Sie sind nicht in der Lage, Spam-Fallen in Ihren Kontaktlisten zu erkennen, und Tools zur Überprüfung von Kontaktlisten wie ZeroBounce können nur bekannte oder wiederverwendete Fallen identifizieren, allerdings nicht alle.
Es gibt drei Arten von Spam-Fallen:
Unberührte (Pristine) Fallen: Adressen, die nie von echten Menschen benutzt wurden. Sie werden online an Orten platziert, wo sie in der Regel nur von E-Mail-Harvestern gefunden werden können. Ein Treffer ist ein starkes Zeichen für List Scraping oder schlechte Akquisitionspraktiken.
Wiederverwendete (Recycled) Fallen: Alte E-Mail-Adressen, die einmal gültig waren, aber inzwischen nicht mehr genutzt und anderweitig verwendet werden. Ein Treffer bedeutet normalerweise, dass Ihre Liste nicht ausreichend gepflegt wird.
Tippfehler (Typo) Fallen: Falsch geschriebene Versionen gängiger Domains (wie „gmial.com“ statt „gmail.com“). Dies geschieht vielleicht unbeabsichtigt, weil Nutzer ihre echten Adressen falsch eingegeben haben, aber ein solcher Fall in einer Mailingliste zeigt, dass die Adressen von den Absendern nicht ausreichend überprüft wurden.
Warum Spam-Fallen ein wichtiges Thema ist
Das Versenden von E-Mails an Spam-Fallen kann Ihre E-Mail-Performance und unsere gemeinsame Versandinfrastruktur ernsthaft beeinträchtigen. Dies kann gelegentlich dazu führen, dass IP-Adressen, die für mehr als einen Nutzer verwendet werden, von Anbietern blockiert werden – deshalb sind sie so wichtig.
Das Fehlverhalten eines Nutzers kann also auch anderen Campaigns-Nutzern schaden. Häufige Folgen sind:
Eine schlechtere Absender-Reputation für Sie und andere Campaigns-Nutzer
Mehr E-Mails landen in Spam-Ordnern
Blockierung durch E-Mail-Anbieter oder Anti-Spam-Dienste
Niedrigere E-Mail-Zustellbarkeit
In schwerwiegenden Fällen wird die Absender-Domain oder IP-Adresse von Pipedrive blockiert
Was passiert, wenn Ihr Account in eine Spam-Falle gerät?
Wir beobachten Spam-Trap-Aktivitäten, um unsere Reputation als Absender zu schützen. Der Abschnitt Warnungen und Tipps der Campaigns-Funktion enthält Best Practices, um Ihre Reputation als Absender zu wahren, und benachrichtigt Sie bei etwaigen Problemen.
Wenn wir bei Ihren Kampagnen entweder eine geringe Engagement-Rate oder Treffer in Spam-Fallen feststellen, werden Ihnen im Abschnitt Warnungen und Tipps die folgenden Benachrichtigungen angezeigt und Sie erhalten gleichzeitig eine E-Mail mit einer ähnlichen Warnung in Ihrem Posteingang.
Im Falle wiederholter Treffer von Spam-Fallen auf Ihren Account behalten wir uns gemäß unseren Nutzungsbedingungen das Recht vor:
Ihren Account einem Account-Überprüfungsprozess zu unterziehen
Für alle Ihre zukünftigen Kontakte das Double Opt-in (DOI) durchzusetzen
Sendeberechtigungen vorübergehend aussetzen
Den Account dauerhaft zu deaktivieren, wenn die Best Practices weiterhin missachtet werden
Was tun, wenn Sie eine Spam-Falle-Warnung erhalten?
Die folgende Warnmeldung mit einer kurzen Anleitung zur Behebung des Problems wird an alle Accounts gesendet, bei denen in der Kontaktliste ein Verdacht auf Spam entdeckt wurde:
Wie Spam-Fallen vermeidet werden
Um Ihre E-Mail-Liste sauber und frei von Spam-Fallen zu halten, befolgen Sie stets die folgenden Best Practices:
Verwenden Sie ausschließlich Listen mit Zustimmung der Empfänger: Versenden Sie E-Mails nur an Personen, die dem Erhalt von E-Mails ausdrücklich zugestimmt haben. Kaufen, mieten oder sammeln Sie keine Kontaktlisten durch automatisches Auslesen.
Wenden Sie das Double-Opt-in-Verfahren an: Dies ist zwar nicht für alle Nutzer erforderlich, doch durch die Zustimmung jedes einzelnen Abonnenten, Ihre E-Mail-Mitteilungen zu erhalten, wird die Qualität Ihrer Liste verbessert.
Bereinigen Sie Ihre Liste regelmäßig: Entfernen Sie von Zeit zu Zeit inaktive, unzustellbare oder ungültige E-Mail-Adressen. Erwägen Sie die Nutzung vertrauenswürdiger Dienste zur Listenbereinigung.
Filtern Sie inaktive Kontakte heraus: Vermeiden Sie das Versenden von E-Mails an Kontakte, die in den letzten drei bis sechs Monaten keine E-Mails geöffnet oder angeklickt haben, und entfernen Sie diese aus Ihrer Liste.
Beobachten Sie Ihr Engagement: Niedrige Öffnungs- oder Klickraten können darauf hindeuten, dass Ihre Liste veraltet ist und überarbeitet werden muss.
Befolgen Sie unsere Nutzungsbedingungen und Empfehlungen: In unseren ergänzenden Bedingungen wird die zulässige Nutzung beschrieben und diese Vorschriften schützen sowohl Ihre Reputation als Absender als auch unsere Reputation als Dienstleister.
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